INPP

Neurophysiologische Entwicklungsförderung NDT/INPP

NDT bedeutet “Neuro-developmental Delay and Training”, INPP steht für “The Institute of Neuro-Physiological Psychology”.    Das Institut befindet sich in Chester/England (Leitung Mrs. Sally Goddard Blythe). Der deutsche Standort ist das Institut für Neurophysiologische Psychologie in Laboe (Leitung Frau Thake Hansen-Lauff).

 

Der Therapieansatz ist sowohl für Kinder als auch für Erwachsene gleichermaßen interessant. Das INPP fand heraus, dass der Bedarf an einer Hemmung bzw. die Notwendigkeit zur Kompensation noch vorhandener frühkindlicher Reflexe oft ein Leben lang fortbesteht.

 

Die gesunde Entwicklung eines Kindes zu unterstützen ist das Ziel aller Eltern.

Dies ist besonders schwer, wenn man als Kind Probleme mit der Entwicklung hat.

In der Vorschulzeit hoffen viele Eltern, dass sich die Probleme ihres Kindes noch verwachsen. Allerdings verstärken sich die Schwierigkeiten häufig mit dem Eintritt in die Schule.

Mindestens 10 – 15 % der normal begabten Grundschul-Kinder  haben Probleme beim Lernen. Gerade auf den Schreibunterricht, bei dem eine ausreichend entwickelte Motorik von großer Bedeutung ist, sind viele Kinder bei Schulbeginn nicht ausreichend vorbereitet. Unterschiedliche Entwicklungsstände und Intelligenz der Schüler bedingen, dass die Kinder die Schreibreife individuell zu sehr unterschiedlichen Zeitpunkten erreichen. Für entwicklungsverzögerte Kinder ist daher eine sorgfältige Vorbereitung unerlässlich, damit diese Aufgabe überhaupt gelingen kann. Mögliche Schwierigkeiten sollten daher so gut wie möglich im Vorfeld ausgeräumt werden, damit Lesen und Schreiben nicht zu einer unüberwindlichen Hürde werden.

Um mühelos Lesen, Rechnen und (Recht-)Schreiben zu lernen, müssen beim Kind alle Systeme des Körpers reibungslos zusammenarbeiten. Eine gelungene und ausgereifte Entwicklung der Sinne (v.a. Hören, Sehen, Fühlen, Eigenwahrnehmung) und der Motorik (Bewegung) ist Voraussetzung für die Bewältigung der schulischen Anforderungen.

Störungen in der Zusammenarbeit dieser Funktionen zeigen sich besonders deutlich in den ersten Schuljahren oder mit Zunahme des zu bewältigenden Lernstoffes.

„In dem Moment, wo die Hirnfunktionen vollständig und ausgewogen ablaufen, erreichen die Körperbewegungen ihr höchstes Maß an Anpassung, ist Lernen eine relativ einfache Aufgabe und richtiges Verhalten ein ganz natürlicher Zustand.“  (A. Jean Ayres)

 

Zielsetzung der Neurophysiologischen Entwicklungsförderung

In vielen Studien wurde gründlich belegt, dass sich auch “normale” Kinder durch mehr oder minder stark ausgeprägte persistierende frühkindliche Reflexe in manchen Bereichen weniger gut entwickeln können. Dies ist jedoch in der alltäglichen Erziehungs- und Schulpraxis noch weitgehend unbekannt.

Die Möglichkeit, hinter vielen Lern-, Verhaltens-, Bewegungs- und Wahrnehmungsproblemen bei Kindern neurophysiologische Reifestörungen in Gestalt fortbestehender frühkindlicher Reflexe zu entdecken, eröffnet ganz neue Chancen.

Viele Kinder befinden sich in langjähriger ergotherapeutischer, logopädischer und/oder physiotherapeutischer Behandlung und machen nur langsam Fortschritte in der Therapie. Das „Erlernte“ kann nur schwer oder gar nicht in andere Alltagssituationen übertragen werden.

Das Ziel der Neurophysiologischen Entwicklungsförderung NDT/INPP gibt diesen Kindern die Chance, an den Ursachen ihrer Probleme zu arbeiten und nicht nur einige Symptome zu verbessern.

Das Bewegungsübungsprogramm ermöglicht es, nicht durchlaufene Entwicklungsschritte im zweiten Anlauf nachzuholen. Erziehungs-, Lern- und Verhaltensprobleme verschwinden, weil sich die Reflexstruktur normalisiert, indem frühkindliche Reflexe gehemmt und damit Halte- und Stellreaktionen herausgebildet werden können. Nervenbahnen im Gehirn werden besser myelinisiert, sodass eine schnellere Reizweiterleitung der verschiedenen Regionen untereinander und damit eine bessere Zusammenarbeit gewährleistet werden kann.

Damit kann dem Kind die Möglichkeit gegeben werden, sein Potential effektiv zu nutzen.

 

“Wenn man ein Haus baut, sollte man nicht mit dem Dach anfangen, sondern mit dem Fundament”   (Sally Goddard Blythe)

 

Vorgehensweise

1. Anfangsberatung und Zusammentragen der bisherigen kindlichen Entwicklung (Fragebogenerhebung)

2. Umfangreiche Untersuchung zur Erfassung des neurologischen Entwicklungsstandes in den Bereichen:

– Gleichgewicht und Bewegungskoordination

– Grob- und Feinmotorik

– Anwesenheit frühkindlicher Reflexe und/oder Abwesenheit von Halte- und Stellreaktionen

– Visuelle Wahrnehmung

– Auge- Hand- Koordination

– Entwicklung der Seitigkeit(Lateralität)

– Lese-, Schreib- und Rechenfähigkeiten

– Verhalten

3. Besprechung der Testergebnisse, hierbei wird der neurophysiologische Entwicklungsstand zu den Problemen des Kindes in Beziehung gesetzt und ein individuelles Trainingsprogramm erstellt.

4. Häusliches Übungsprogramm

(detaillierte Einübung mit schriftlicher Anleitung; Tägliche Übungsdauer: 5 bis 15 Minuten)

5. Wiedervorstellung nach jeweils ca. 8 Wochen mit erneuten Testungen und Anpassung des Übungsprogrammes

 

Honorarübersicht

 
Anfangsberatung mit Anamnese (1,5 bis 2 Stunden)                                        80€
Erfassung des neuromotorischen Entwicklungsstandes (3 bis 4 Stunden)         210€
Besprechung der Testergebnisse (1 bis 2 Stunden)                                          80€
Häusliches Übungsprogramm (0,5 bis 1 Stunde)                                             60€
Erste Wiedervorstellung (=Review) (1 bis 2 Stunden)                                      80€
Alle weiteren Reviews (1 bis 2 Stunden; ca. alle 6-8 Wochen)                80 – 120 €

Sonstige Leistungen                                                                              40€/Std.
(z.B. Ausführlicher Bericht für Krankenkasse, Gespräche mit Erziehern, Lehrern, Ärzten)

 

Julia Schwake informiert Sie gerne in einem kostenlosen Beratungsgespräch: 030-24085898

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